Auf diesen Seiten werden Ergebnisse ehrenamtlicher Geschichtsforschung präsentiert, die das "Institut für zukunftsweisende Geschichte e.V." als Veranstalter betreut.
Das aktuelle Projekt:

PASINGER ERINNERUNGSORTE

Das Projekt Pasinger Erinnerungsorte umfasst eine Ausstellung im Pasinger Rathaus, ein Begleitbuch, das auch als Führer zu Erinnerungsorten dient, und den Versuch, diese Erinnerungsorte im Ortsbild sichtbar zu machen, durch informative Schilder oder andere geeignete Hinweise.

Ausstellung

Am 6. Juli 2022 um 19 Uhr wird die Ausstellung "Pasinger Erinnerungsorte" im Sitzungssaal des Pasinger Rathauses eröffnet. Die Ausstellung im Neubau des Pasinger Rathauses dauert bis 29.09.2022. Sie ist - pandemiebedingt - nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Wir bieten jeden Dienstag und Donnerstag um 15 Uhr eine Führung an, für bis zu 10 Personen pro Termin. Bitte melden Sie sich an und geben Sie dabei einen Dienstag- oder Donnerstag-Termin sowie Ihren Namen und für Rückfragen eine Telefonnummer ein. Sie können auch auf gut Glück zu einer Führung kommen und sehen, ob noch Plätze frei sind. Bitte beachten Sie die Maskenpflicht im Pasinger Rathaus.

Storchenburg

Begleitbuch

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch, in dem über die Ausstellungstafeln hinaus weitere Erinnerungsorte dargestellt sind. Initiator Bernd-Michael Schülke und die Co-Autoren haben in Büchern, Archiven und im Gespräch mit Zeitzeugen recherchiert. In 49 kurzen Beiträgen und vielen Bildern wird die Geschichte Pasings lebendig. Die etwa 50 Erinnerungsorte sind kein Numerus clausus, sondern eine (vorläufige) Auswahl.

Etliche dieser Orte sind verschwunden, es gibt sie nur noch in alten Fotos und Dokumenten. Andere stehen in alter Pracht und bergen wechselvolle Schicksale. Wieder andere sind Orte im übertragenen Sinn, historische Ereignisse, die nicht an einem konkreten Ort festzumachen sind. Wieder andere sind Orte im übertragenen Sinn, historische Ereignisse, die nicht an einem konkreten Ort festzumachen sind.

Das Buch ist ein Führer für Einheimische und Touristen und unabhängig von der Ausstellung zu gebrauchen. Die Markierung der Orte in einem Stadtplan hilft bei der Orientierung. Man kann also mit dem Buch in der Hand der Pasinger Geschichte nachgehen. Der Stadtplan mit den Nummern der Erinnerungsorte ist dabei eine praktische Hilfe.

Erinnerungsorte im Stadtbild

Zur Zeit werden Informationstafeln im Münchner Stadtbild so gut wie nicht genehmigt. Wir hoffen, dass dies zumindest in Außenbezirken wie Pasing bald möglich wird. In diesem Fall könnten an besonderen Gebäuden Info-Tafeln angebracht werden. An verschwundenen Orten könnten Stelen oder ähnliche Befestigungen für Info-Tafeln aufgestellt werden. Ausstellung und Begleitbuch machen deutlich, wie solche Tafeln aussehen können.

Erinnerungsorte sichtbar machen

Das Wissen um Geschichte ist Stütze zum Verstehen der Gegenwart. Sichtbar gemachte Lokalgeschichte kann die Identität fördern, dem Einheimischen das Gefühl von "zuhause sein" geben und dem Touristen das Besondere eines Ortes vermitteln. Jeder kennt die Situation zufälligen Erkenntnisgewinns aus Informationen, auf die man en passant stößt, die spontane Neugierde, die sich aus der zufälligen Konfrontation mit Wort und Bild ergibt.

Ein QR-Code anstelle einer Text-und-Bild-Tafel kann das gleiche nur indirekt leisten. Oft ist der Code kaum zu finden, so dezent ist der Hinweis.
Der klare Hinweis auf das, was einen Ort besonders macht, kann buchstäblich die Augen öffnen.

Pasing ist reich an sichtbaren und verborgenen historischen Schätzen. Was da alles in den letzten hundert Jahren entstanden und schon wieder verschwunden ist, wie sich manches über die Zeiten gehalten hat – das sind durchaus spannende Erzählungen. Die knapp 50 ausgewählten Erinnerungsorte sind noch längst nicht alles, was des Erzählens würdig ist. Aber man muss mal beginnen, das zu zeigen, was nicht offensichtlich ist.

Seitenanfang